21.05.10
Bundespreisverleihung Jugend Forscht am 15.05.2010 in Bochum
Vom 13. - 16.05.2010 fand in Essen die Endausscheidung für den Bundeswettbewerb "Jugend forscht" statt. Anlässlich dieses Ereignisses wurden auch wieder Preisträgerinnen des Förderreises der Union deutscher Zonta - Clubs ausgewählt.
Im Vorfeld wurden alle Arbeiten von Teams, die zu mindestens 50 % weiblich waren gesichtet. Es gab viele spannende Arbeiten, der Erfindungsreichtum der Teilnehmer und Teilnehmerinnen war beeindruckend. Nach der Vorauswahl aufgrund der Schriftform wurden die potentiellen Siegerteams intensiv in Augenschein genommen. Zwei junge Frauen Duos im Chemiebereich lieferten sich ein sehr enges Kopf an Kopf - Rennen.
Wir haben uns für das Team vom Kreisgymnasium Riedlingen in Baden Württemberg, bestehend aus Katja Mahlenbrei (17) und Verena Baier (18) entschieden. Diese haben eine Messeinrichtung entwickelt, die schnell und sicher Wasserstoffkonzentration in der Luft erfasst. Herzstück der Anlage ist eine Brennstoffzelle, die selektiv auf das Gas reagiert und dabei elektronische Spannung erzeugt. Diese von den beiden jungen Frauen entwickelte Messeinrichtung ist so konzipiert, dass sie, anders als bereits bestehende Messeinrichtungen, sensibel auch schon auf kleinste Wasserstoffmengen in der Luft anspricht. Damit eignet sich die Messeinrichtung sowohl als Sensor, als auch als Warngerät. Die beiden Jungforscherinnen haben ein "Mini - Alarmgerät" gebaut, welches ähnlich einem Rauchmelder in Räumen befestigt werden kann. Dieses kann noch weiter verkleinert werden, um dann in Maschinen (z.B. Wasserstoffautos?) seinen Platz zu finden.

Die beiden haben neben unserem Sonderpreis auch den 5. Platz im Fachgebiet Chemie errungen. Der Sonderpreis wurde anlässlich eines festlichen Abendessens in der Jahrhunderthalle in Bochum unter großer Beteiligung der Sponsoren aber auch vieler ehemaliger Preisträger und Preisträgerinnen vergeben. Eine gute Gelegenheit mit ehemaligen Preisträgerinnen ins Gespräch zu kommen und Zonta dort bekannt zu machen. Die Preisverleihung der Fachgebietspreise fand dann unter Beteiligung von Frau Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung am nächsten Tag in der Philharmonie statt.

Die Beteiligung junger Frauen an dem Wettbewerb Jugend forscht liegt bei ca. 1/3. Allerdings dünnt sich der Frauenanteil im Laufe des Wettbewerbes aus. Zumindest in diesem Jahr war unter den wenigen, die es bis in den Bundeswettbewerb geschafft haben, der Frauenanteil gering. Von insgesamt 107 Projektteams waren lediglich 19 weiblich bzw. überwiegend weiblich. In den Bereichen Arbeitswelt gab es nur ein gemischtes Team und eine weibliches Einzelteam. Die junge Frau, welche über die "Effektivität von Multitasking im schulischen Bereich" geforscht hatte konnte den 3. Preis in dieser Kategorie bei den Fachgebietspreisen erringen. Auch Im Bereich der Physik (14 Projekte) gab es nur eine junge Frau. Der stärkste Frauenanteil war in der Biologie zu verzeichnen. Es gab zwei Frauenteams in der Chemie, unsere beiden Favoriten. Unter den Preisträgern bei den Fachgebieten waren dann auch nur drei weibliche Teams, unter anderem die beiden Chemieteams. Der Preis wurde vor Ort in Vertretung der Präsidentin der Union deutscher Zonta Clubs U.Werner von der Area - Direktorin für NRW Frau Dr. Gudrun Engels und Frau Prof. Dr. Winterhagen, Anatomieprofessorin am Uniklinikum in Essen ZC Essen I vergeben.
 Frau Prof. Dr. Winterhagen (Anatomieprofessorin am Uniklinikum Essen), die Preisträgerinnen Katja Mahlenbrei und Verena Baier, sowie Area-Direktorin für NRW Frau Dr. Engels (v.l.n.r.)

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